Fragen und Anregungen der Kleingruppen

Zu fünf Themenbereichen haben sich Kleingruppen gebildet, die jeweils einen Gedanken/Impuls/eine Frage an das Plenum bzw. den Bischof formuliert haben:

Berufliches Selbstverständnis

Die gesellschaftlichen Veränderungen bringen an uns immer größere Erwartungen mit sich, die unsere Möglichkeiten übersteigen. Die Anforderungen an uns und an die Gemeinden seitens des Bistums sind zu groß.

Unser spiritueller Beitrag zur Kirche ist es nicht nur, Laie (oder Nicht-Priester) zu sein, sondern in vielfältigen Formen und äußerer Freiheit als Mensch unter Menschen zu sein.

Seelsorge mit Gesicht vor Ort ist wichtig. Welche Verantwortung und Kompetenzen können Laien in Gemeinden innerhalb von Pfarreien übertragen bekommen?

Für eine pastorale Innovation in der „Nach-Volkskirchlichen- Zeit“ braucht es auch strukturell garantierte Freiräume, um zumindest projektbezogen Neues probieren zu können.

Liturgie

Der Bereich Liturgie ist für PastoralreferentInnen/Laien (neben den anderen Grunddiensten) ein genuiner Ort die Gegenwart Gottes zu feiern. Dies geschieht in allen Veränderungen in einer kreativen Suchbewegung.

Wie gelingt es uns, die verschiedenen liturgischen Feiern in den Gemeinden aufzuwerten und welche Unterstützung bekommen wir?

Wir sehen den Auftrag, uns als Christinnen und Christen zu Gottesdiensten zu versammeln. Wir wollen dies auf kreative Weise weiterentwickeln in differenzierten Gottesdienstangeboten, je nach Lebenssituation der Menschen. Wir stärken als Multiplikatoren die Laien in den Pfarreien als Gestalter und Verkünder von Gottesdiensten. Wir fühlen uns durch die Impulse des Bischofs darin ermutigt.

Unsere Berufsgruppe will mit dafür sorgen, dass Gottesdienst möglich ist. Wir sind „Profis“ für Sprache, Zeichen und Riten. Wir spüren die Spannung zwischen pastoral Angemessenem (z.B. Wort-Gottes-Feier am Sonntag, Leitung und Verkündigung) und den liturgischen Ordnungen bzw. „der Entscheidungsmacht vor Ort“. Wie und wo kann sich unsere Berufsgruppe kreativ und experimentell in das liturgische Leben der Kirche einbringen?

Berufliche Weiterentwicklung

Bestehenden Möglichkeiten der Fortbildung und die in den letzten Jahren weiterentwickelten Angebote werden dankbar als Angebote der Personalförderung gesehen. Im Blick auf die neuen Pfarreien fragt sich wie dort differenziert strukturierte Arbeitsfelder mit Fortbildung gestützt und weiterentwickelt werden können. Die gezielte Förderung in den vorhandenen Charismen gilt Haupt- wie Ehrenamtlichen. Über klassische Gemeindefelder hinaus wäre neu eine Pastoral des Netzwerkes erforderlich. Ältere Kollegen warten oft drauf mit Fortbildung auf eine weitere Entwicklung gezielt angesprochen zu werden.

Charismen der Berufsgruppe heben – Perspektivgespräch – Wen kann ich ansprechen, dass er eine bestimmte Qualifikation hat?

Team

Teamarbeit muss in berufsgruppenübergreifender Aus- und Fortbildung grundgelegt sein. Teamarbeit braucht Standards. Verbindliche Teambegleitung.

Es braucht eine Teamkultur verbindlicher Mindeststandards, z.B. wahrnehmbare Leitung

Die Leitungskompetenz der leitenden Pfarrer muss verpflichtend sein – Fortbildungspflicht. Schulung der Kommunikationsfähigkeit für alle. Was wird getan, wenn ein Team begleitungsresistent ist?

Bei Veränderungen im „Team“ sollte es ein standardisiertes Angebot zur Teambegleitung für den „Neustart“ geben.

Kategorie/Sonderseelsorge

Frei von binnenkirchlichem Ballast. Kategorie ist nicht outsourcen von Themen sondern gibt Auskunft über die Fragen von Menschen und kann sie in die Gemeinde zurückspeisen.

Vernetzung von Kategorie und pastoralem Raum ist notwendig. Wie kann das verbindlich geregelt und mit Leben gefüllt werden?

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