Ihr habt gewählt!

Der Wahlausschuss hat die Ergebnisse der Wahlen zum 7. Rat der Pastoralreferent:innen bekanntgegeben. An dieser Stelle einen Dank an Marlies Terbeck, Gregor Coerdt und Christel Plenter.

Herzlichen Glückwunsch sagen wir den gewählten Kolleginnen und Kollegen:

  • Hendrik Werbick, Münster
  • Stephanie Wieschus, Münster
  • Christiane Hölscher, Gronau-Epe
  • Rosemarie Meyer, Cloppenburg
  • Klaus Bruns, Kamp-Lintfort
  • Katja Waldschmidt, Rastede
  • Ulrich Hagemann, Warendorf
  • Max Eikmann, Rheinberg
  • Frank Ingendae, Kevelaer
  • Christina Eikens, Lünen

Die Wahlbeteiligung lag bei 67,2%.

Zu den direktgewählten Mitgliedern kommen als Mitglieder des Rates die Vertreter:innen der Regionen hinzu:

  • Kreisdekanat Borken: Tobias Beck, Vreden
  • Kreisdekanat Coesfeld: Ralf Wehrmann, Ascheberg
  • Kreisdekanat Kleve: N.N.
  • Stadtdekanat Münster: Thorsten Löhring, Münster
  • Nordkreis Oldenburg: N.N.
  • Südkreis Oldenburg: N.N.
  • Kreisdekanat Recklinghausen: Gregor Coerdt, Haltern
  • Kreisdekanat Steinfurt: Markus Hachmann, Emsdetten
  • Kreisdekanat Warendorf: Ralf Peters, Ahlen
  • Kreisdekanat Wesel: Christiane Flüchter, Xanten

Die konstituierende Sitzung des 7. Rates findet am 10. November 2021 statt.

Der Geschäftsführende Ausschuss des 6. Rates lädt die Mitglieder des neuen Rates zu einem „Übergabetreffen“ im Oktober ein.

Bericht von der gemeinsame Sitzung der Räte 6. und 7. September 2021 – Abschluss der Legislatur, Eröffnung des Prozesses der Entwicklung der pastoralen Strukturen

Zur letzten Sitzung in der jetzigen Legislaturperiode kamen am 6. und 7. September die Räte der pastoralen Berufsgruppen im Klausenhof zusammen.

Unser Rat begann vorweg mit einer Zusammenkunft der gewählten Kolleg:innen für einen Rückblick, eine Auswertung und der Formulierung von Learnings als Angebot für den nächsten Rat. Es lässt sich sagen, dass die Ratsarbeit als eine im Potential lohnende, aber auch ermüdende, kleinteilige Arbeit erlebt wurde. Über eine lange Distanz zeigt sich die fortschrittliche Entwicklung z.B. in der Zusammenarbeit der Räte oder in der Hineinnahme der Räte in Konsultationen von Prozessen der Bistumsentwicklung. Neben der wahrgenommenen Langsamkeit und theologischen Uneindeutigkeit solcher Prozesse steht aber die Frage nach der Entscheidungs-Teilhabe der Räte kritisch im Raum. „Wo wird was entschieden?“ lautet die Anfrage an die Leitungsverantwortlichen. Auf der anderen Seite steht die Selbsterinnerung des Rates an sich als Beratungsgremium. Der in den letzten Jahren gegangene Weg einer engmaschigeren Verbindung zwischen Räten, Bistumsleitung und bischöflicher Behörde gehört auf jeden Fall fortgesetzt, weil dabei nicht einzelne Positionen aneinander geraten, sondern Räume eröffnet werden, die gemeinsam beschritten werden. Konkrete Erfahrungen gerade der jüngeren Zeit sind durchaus ermutigend.

Die gemeinsame Konferenz begann mit einem Abendgebet, welches von Hendrik Werbick gestaltet wurde. Tenor: „Früher war alles besser“ ist ein mit Blick auf die Zukunft falsches Versprechen.

Der abendliche Impuls von Reinhard Feiter, Pastoraltheologe an der WWU Münster, schaute ebenfalls in die Zukunft. Ausgehend vom Verständnis der Seelsorge als Selbst-Sorge und der Rolle der:des Seelsorgenden als an der Befähigung zur Selbst-Sorge arbeitenden, skizzierte Feiter eine Pastoral, die auf einer Wahl von Suchenden beruht. Er plädierte angesichts einer „überdeterminierten Praxis“ von Seelsorge für eine Fokussierung auf dieses Geschehen. Demnach wären dann alle Anzeichen einer kleineren, ent-mächtigten Kirche kein Krisenzeichen, sondern eine Wirklichkeit, in der Seelsorge gestaltet werden kann. Nach einem Austausch über diese Gedanken endete der Tag „früher oder später“ im geselligen Beisammensein, dessen Qualität für Kontakte und Vernetzung nicht zu unterschätzen ist.

In der morgendlichen Eucharistiefeier richtete Bischof Felix seinen Blick auf das Thema des Tages, die Vorstellung von Hintergründen und Überlegungen zum angekündigten Prozess zur Entwicklung der pastoralen Strukturen. Von der Tageslesung aus dem Kolosserbrief her ermutigte er dazu, immer wieder einen Schritt zurückzutreten, um ins Sichtfeld zu bekommen, dass wir Christus Räume geben müssen.

Am Vormittag stellten dann Generalvikar Klaus Winterkamp, die Hauptabteilungsleitungen Maria Bubenitschek, Ulrich Hörsting und Karl Render sowie Markus Wonka aus dem BMO den Prozess zur Entwicklung pastoraler Strukturen vor. In Klarheit, mit Dialogfähigkeit und dem Wissen um Fragen, auf die Antworten noch erarbeitet werden müssen, waren es gute Stunden, in denen immer wieder auch auf die Ausführungen von Herrn Feiter am Vorabend zurückgegriffen wurde. In Loyalität mit dem Diözesanrat und dem Kirchensteuerrat, die erst am 17. September diese Einführung erhalten, werden hier keine Details präsentiert. Stil und Achtsamkeit sind Merkmale eines gelingenden Prozesses.

Die Tagung und damit die gemeinsame Arbeit in dieser Legislatur endete mit einer Auswertung der Arbeit als Gesamt-Räte. Die Inhalte der Reflexion unseres Rates vom Vortag treffen auch auf die Gesamtgruppe zu.

/jch

Sitzung der Räte im September 2021

Am 6. und 7. September wird die letzte gemeinsame Sitzung des Rates der Pastoralreferent:innen, des Priesterrats und des Diakonenrats stattfinden – in neuer „3G-Normalität“ auf dem Klausenhof in Hamminkeln-Dingden.

Mit Interesse erwartet wird die Informationen der Bistumsleitung über den von Bischof Felix und Generalvikar Winterkamp im Frühsommer ausgerufenen pastoralen Strukturprozess im Bistum. Mit der Tagung der Räte beginnt die Offenlegung erster Skizzen der Bistumsleitung und die angekündigte Zeit der gemeinsamen Ausgestaltung.

Es trifft sich, dass das Thema „Seelsorgeverständnis“ als von den Geschäftsführenden Ausschüssen der Räte eingebrachtes Thema den inhaltlichen Einstieg der Sitzung markieren wird. Professor Reinhard Feiter von der WWU wird aus pastoraltheologischer Sicht einen Impuls halten. Er wird dabei auch auf die Handelnden in Seelsorge und das Subjekt der Seelsorge eingehen und damit auf die Fragen der Rolle von pastoralen Amts-Hauptberuflichen, die in der Diskussion um die Neugestaltung pastoraler Strukturen und zurückgehender Personalressourcen sicher anders diskutiert werden wird als in der versorgten Gemeindetheologie früherer Dekaden.

Teil der letzten Sitzung wird auch die Auswertung der Zusammenarbeit sein sowie das Zusammentragen von „Learnings“ zur Weitergabe an die nächsten Räte.

/jch

Wahlherbst 2021 startet mit den Wahlen der Direktmandate für den PRR

Vom Wahlausschuss wurden jüngst die Wahlunterlagen zur satzungsgemäßen Neuwahl des Rates der Pastoralreferent:innen verschickt, der dann Ende des Jahres 2021 seine Arbeit aufnehmen wird.

Neben den 10 auf Regionenebene gewählten Mitglieder werden 10 Mitglieder direkt gewählt.

Zur Kandidatur bereit erklärt haben sich Klaus Bruns (Kamp-Lintfort), Fabian Christoph (Herten), Max Eickmann (Rheinberg), Christina Eikens (Lünen), Ulrich Hagemann (Warendorf), Christiane Hölscher (Gronau-Epe), Frank Ingendae (Kevelaer), Michael Kellermann (Lindern), Rosemarie Meyer (Cloppenburg), Robert Pawlitzek (Werne), Monika Prillwitz (Nordkirchen), Ralf Wehrmann (Ascheberg), Hendrik Werbick (Münster), Katja Waldtschmidt (Bad Zwischenahn), Stephanie Wieschus (Münster).

/jch

Beratung zum Kompetenz- und Qualifikationsrahmen der pastoralen Berufe

Seiner Beratungsaufgabe gerne nachgekommen ist der Rat der Pastoralreferent:innen Mitte Juni: Die Verantwortlichen aus Personalentwicklung, Personaleinsatz und Ausbildung – Christel Plenter, Matthias Mamot und Marius Stelzer – baten um ein qualifiziertes Feedback zum „Kompetenz- und Qualifikationsrahmens“, der in der Hauptabteilung Seelsorgepersonal erarbeitet wurde.

Bei dem digitalen Treffen gab es einen konstruktiven Austausch. Die Rückmeldungen der Kolleg:innen waren überwiegend positiv. Es ist gut, dass mit dem Rahmendokument ein für alle pastorale Berufe gleichermassen gültiger wie treffsicherer Rahmen für Ausbildung, Einsatz und Entwicklung gegeben wird und auch, dass dieser in einer Weite denkt, die Raum für Kompetenz- und Rollenentwicklung ermöglicht. Einzelne Rückfragen wurden diskutiert, die Anmerkungen aus dem Rat wurden mit Dankbarkeit entgegengenommen.

Die Arbeit am Kompetenz- und Qualifikationsrahmens wird nun in den nächsten Monaten abgeschlossen.

/jch

Bericht von der Rats-Sitzung am 9. März

Aufgrund der kürzeren digitale Variante der eigentlich ja anderthalbtätigen gemeinsamen Ratskonferenz mit Priester- und Diakonenrat hatte der Geschäftsführende Ausschuss entschieden, die bei allen reservierte Zeit im Kalender für eine eigene Rats-Sitzung zu nutzen.

Dies ermöglichte einen formalen, aber mit Sinn angefüllten, Vorgang: das abschließende Votum über die veränderten Statuten – Satzung des Rates, Wahlordnung, Ordnung der Regionaltreffen (Kreisdekanatstreffen). Dies geschah mit absoluter Mehrheit. Die wesentlichen Veränderungen lauten:

  • Der synodale Auftrag des Rates auf höchster Ebene des Bistums wird deutlicher betont.
  • Die Zusammenarbeit mit den beiden anderen Räten der pastoralen Berufsgruppen – Priesterrat und Diakonenrat – wird formal geregelt und damit in seiner Bedeutung gesteigert.
  • Auf Regionenebene wird nun einheitlich eine Sprecher:in und eine Stellvertretung gewählt.
  • Die Sprechertätigkeit und die Entsendung aus der Region in den Rat sind voneinander lösbar.

Die veränderten Statuten sind zum Zeitpunkt dieses Berichts bereits vom Bischof unterzeichnet worden.

Ebenfalls mit absoluter Mehrheit wurde der Antrag von Barbara Kockmann angenommen, die Statuten in geschlechtergerechter Sprache zu verfassen. Die Prüfung dieser Möglichkeit entlang des „Leitfadens Geschlechtersensible Sprache“ des Generalvikariats ist angelaufen.

Thematischer Schwerpunkt der Sitzung war der bunte Strauß an Fragen und Anliegen, der in der vergangenen Zeit bei den Ratsmitgliedern aufgegangen war und sich unter das Leitwort „Lobbyarbeit für die Berufsgruppe“ fassen lässt.

Die „Lobby-Anliegen“

  • richten sich an den Dienstgeber – z.B. Kriterien für die Einstellung, Vertretungsregeln in der Elternzeit –,
  • schauen auf die Bewegung rund um unsere Berufsgruppe – z.B. die Reform der Ausbildungsordnung, die Neufassung des Kompetenzleitfadens, die Überlegung der Zusammenlegung von IDP und Priesterseminar –
  • aber auch auf grundsätzliche Obliegenheiten in unserem Beruf – z.B. die Frage nach der Identität mit dem Arbeitgeber Kirche.

Christel Plenter als IDP-Leitung und Matthias Mamot als Personaleinsatzreferent standen für Auskünfte bereit. In der Sitzung konnten aber nicht alle Themen mit ausreichend Zeit gewürdigt und besprochen werden. Der Geschäftsführende Ausschuss wird weitere Kommunikationsgelegenheiten schaffen.

Für den in den wohlverdienten Ruhestand gegangenen Werner Heckmann wurde Christiane Flüchter neben Marlies Terbeck und Hendrik Werbick als Vertretung des Rates in den Diözesanrat entsandt.

Mit der Bildung eines Wahlausschusses – Marlies Terbeck, Christel Plenter, Gregor Coerdt – kam schließlich das nahende Ende der laufenden Wahlperiode des Rates in den Blick. In den kommenden Wochen wird auf regionaler Ebene die Sprecher:in neu gewählt, im Herbst folgt dann die Wahl der Direktmitglieder. Kandidat:innen werden bis zum Sommer gebeten, sich zu melden.

Ein Rundlauf zeigte, dass die Hälfte der jetzigen Mitglieder aus unterschiedlichen Gründen nicht erneut für eine Wahl zur Verfügung stehen, darunter die Mitglieder des Geschäftsführenden Ausschusses. Dies ist als Einladung zu verstehen, sich eine Mitarbeit im Rat zu überlegen. Wem synodale Teilhabe unserer Berufsgruppe und Lobbyarbeit für unsere Berufsgruppe im Bistum Münster ein Anliegen sind, findet eigentlich kaum Gegenargumente.

/jch

Gemeinsame Sitzung der Räte am 8. März 2021

Am Montag, 8. März fand die erste gemeinsame Sitzung der Räte der pastoralen Berufsgruppen in diesem Jahr statt, pandemiebedingt im digitalen Format. Die 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen wie üblich mit Bischof Felix Genn und der Bistumsleitung zusammen.

Foto: Barbara Kockmann

Thematischer Schwerpunkt war die Synodalität in unserem Bistum. Bei aller Würdigung des Gewesenen und Gegebenen ist Seitens der Räte zu fragen, ob alle Potentiale und Möglichkeiten ausgeschöpft sind – auch die, miteinander zu klären, was „Synodalität“ überhaupt bedeutet.

Texte von Papst Franziskus gaben dazu Gesprächsanregungen, anschließend erfolgte eine Aussprache im Plenum über erlebte oder vermißte Synodalität im Bistum.

Bischof Felix Genn befürwortete die Synodalität und stellte sich klar hinter das Wort einer „ecclesia synodalis“ von Papst Franziskus. Zugleich verwies er darauf, dass die Synodalität eine eigene Weise der Diskussionsform und Entscheidungsfindung ist, die eine eigene Haltung und Einübung braucht.

Die Räte empfohlen dem Bischof mit deutlicher Mehrheit, in der Kommunikationsform des „Clusters“ eine Gruppe einzusetzen, in der darüber nachgedacht wird, wie Synodalität im Bistum Münster weiter wachsen kann. Bischof Genn begrüßt diese Entschließung, bat um Einbeziehung des Diözesanrats und steht Anregungen offen gegenüber.

Die beschlussfreudige Konferenz der Räte stimmte zudem einer Vorlage der Geschäftsführenden Ausschüsse des Priesterrats und des Rates der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten zu, in dem die Instrumente der Mitarbeiterjahresgespräche und Standortgespräche für leitende Pfarrer als Instrumente für Personal- und Organisationsentwicklung markiert werden und ein konsequenter Einsatz dessen gefordert wird. Den Mitgliedern der Räte geht eine Selbstverpflichtungserklärung zu, im eigenen Wirkungs- und Zuständigkeitsbereich mit und für diese Instrumenten zu arbeiten.

Der Ausblick auf die nächste (und in dieser Wahlperiode letzte) gemeinsame Konferenz im September – Thema wird die Veränderung im Seelsorgeverständnis und seine Bedeutung für die pastoralen Berufsrollen sein – und ein gottesdienstlicher Abschluss beendeten die Sitzung.

/jch

Sitzung des Rates am 30. November 2020

Das war eine Premiere: zum ersten Mal in seiner Geschichte fand eine Sitzung des Pastoralreferent*innen-Rates digital statt. Die Plattform „Teams“ machte es (leicht) möglich, die einmal im Jahr stattfindende Sitzung des Rates „solo“ – also ohne Priester- und Diakonenrat – durchzuführen. Problemlos, wie auch die Rückmeldungen der nahezu vollständig anwesenden Mitglieder*innen zeigten.

Inhaltlich war die Sitzung von zwei Themen geprägt:

1.

Das durchziehende Thema dieser Wahlperiode ist die Arbeit am Berufsprofil der Pastoralreferent*in. Ob beim Studientag 2018 oder dem gemeinsamen Prozess mit den Priestern und Diakonen: Ein neues Verständnis von Kirche im Bistum Münster, entsprechend dem Pastoralplan und Sendungspapier, muss die Konsequenzen für die Berufsrollen wahrnehmen und reflektieren.

Deshalb waren zu dieser Sitzung Kolleg*innen eingeladen, von Erfahrungen, Wirkungen und Bedeutungen der Arbeit in einem multiprofessionellen Team, mit Verwaltungsleitungen, als kollegial geführte Pfarreileitung und als Leitung einer Einrichtung zu berichten. Die Ratsmitglieder legten eigene Erfahrungen hinzu.

Deutlich wurde, dass Führungstechniken für unser Berufsbild wichtiger werden, dass sich eine weitere Spezialisierung auf den Bereich Liturgie und Verkündigung ergibt und dass Kollegialität über (bisherige) Grenzen hinweg dran ist. Auf diese Weise haben Pastoralreferent*innen Teil an Kirchenentwicklung und Organisationslernen. Dieser Anteil verpflichtet auch, nicht zuletzt die persönliche Haltung im Beruf.

Bischof Felix Genn benannte die Veränderungen als folgerichtig und ermutigte, auf diesem Weg weiterzugehen. Er bat darum, die Themen nicht nur von der rechtlichen Seite aus anzugehen sondern vertieft darüber miteinander zu sprechen, welchen Gehalt welche Rolle in der Kirche haben müsse, damit diese ihre Sendung erfüllen kann.

Christel Plenter, Leiterin des IDP, verwies auf die derzeit laufende Überarbeitung der Ausbildungsordnung und versprach, die Gedanken aus der Diskussion dort mit einzubringen. Sie selber sieht die o.g. Profilierungsschritte aber nicht in der Berufseinführungsphase, sondern später.

Matthias Mamot, Personaleinsatzreferent, zeigte auf, dass die weite Weise, in unserem Bistum Leitung in Pfarrei und Gemeinde zu denken, noch neue Ideen für den Ort und Einsatz der Pastoralreferent*innen hervorbringen wird.

Der Geschäftsführende Ausschuss wird weiter moderierend zwischen Bistumsleitung und Räten an dem Thema dranbleiben.

2.

Der Geschäftsführende Ausschuss hatte eine Überarbeitung der Satzung, Wahlordnung und Ordnung für die Kreisdekanatstreffen angeregt, da die derzeit gültige Fassung an einigen Stellen nicht mehr das abbildet, was ist und sein soll.

Und dies nicht nur auf formaler Ebene. Denn im Durchgang durch den Änderungsvorschlag spiegelte sich das Thema des ersten Teils der Sitzung darin wieder, nämlich darin, dass überlegt wurde, wie das Profil unseres Berufs in der Satzung beschrieben wird um daraus abzuleiten, dass unsere Berufsgruppe – einzigartig in Deutschland – auch eine beratende Position gegenüber dem Bischof einnehmen soll. Herr Genn betonte mehrfach, wie wichtig ihm dieser Rat als synodales Element der Kirche ist und wie brauchbar er ihn findet.

Die stärkere Zusammenarbeit mit dem Priester- und Diakonenrat wird in die Satzung aufgenommen. Der Wunsch nach dieser Zusammenarbeit wurde vom Rat deutlich bekräftigt, mit einigen Hinweisen zur Verbesserung der Ergebnisqualität der gemeinsamen Treffen.

Neu in die Satzung aufgenommen werden soll eine – vereinzelt bereits praktizierte – Stellvertreterregelung auf Kreisdekanatsebene, die – in der Vergangenheit angefragte – Möglichkeit, dass nicht die/der Kreisdekanatssprecher*in das Mandat im Rat wahrnimmt sowie – bereits existierende – Regelungen zur finanziellen Unterstützung der Arbeit.

3.

Im Berichtsteil verwiesen die MAV-Vertreterinnen auf die anstehenden Wahlen im kommenden Jahr.

Gleiches gilt auch für den Rat selber. Die Wahl wird im September stattfinden, gleichzeitig mit den anderen Räten. Im März wird der Wahlausschuss gebildet. Bis Ende April sollte auf Kreisdekanatsebene gewählt sein, weil danach das Kandidatenverfahren für die Direktmandate beginnt.

Auf seine Äußerungen in „Kirche + Leben“ zur Predigt durch beauftragte Laien angesprochen wiederholte der Bischof seine Position, dass dieses Thema einer neuen, gründlichen Bearbeitung bedarf. Er verwies auf entsprechende Gespräche auf Ebene der Bischofskonferenz. Der Rat bot seinen Rat an.

Das nächste Treffen des Rates ist die gemeinsame Sitzung mit den anderen Räten im März.

(jch)

Bischof Felix Genn vor den Räten zur Instruktion der Klerus-Kongregation: „Ich wollte erst mit Ihnen sprechen.“

Am Dienstag, 1. September fand die zweite Sitzung der drei berufsständischen Räte (Priester-, Diakonen- und Pastoralreferent*innen-Rat) in diesem Jahr statt.

Die Umstände der zweiten Sitzung waren nicht außergewöhnlich: Sitzen auf Abstand, Mund-Nase-Schutz bei den Laufwegen, entzerrte Kleingruppen in gut durchgelüfteten Räumen, Sitzpläne zur eventuellen Nachverfolgung und eine digitale Übertragung des Impulsvortrags von einem Gruppenraum in die beiden anderen. – Außergewöhnlich ist, dass das nach 5 Monaten mit Corona nicht mehr als außergewöhnlich galt, sondern damit professionell und fast schon routiniert die Arbeit möglich war.

Mit Interesse erwartet wurde das Statement von Bischof Felix Genn zur Instruktion der Kleruskongregation vom Juli. Bislang hatte er sich nicht öffentlich dazu geäußert und positioniert. Warum, sagte er direkt zu Beginn: „Ich wollte erst mit Ihnen sprechen.“ In der Tat wurde das offizielle Statement kurz nach der Sitzung in den Bistumsmedien freigeschaltet. Dieser Umstand ist aus Sicht der Räte bemerkenswert und manch ein Ratsmitglied wird sich gefragt haben, ob man der hohen Bedeutung, die der Bischof seinen Räten zumisst, eigentlich gerecht wird.

Als Themen des Tages wurde die Frage nach der Qualität von Liturgie bearbeitet. Ausgehend von einem erfrischenden und auch ermutigenden Impuls des münsteraner Liturgiewissenschaftlers Clemens Leonhard sammelten die Ratsmitglieder Indikatoren und operative Ziele. Unter Anwesenheit der Liturgiereferentin im Generalvikariat, Nicole Stockhoff, wurden die Vorschläge gewichtet. Es liegt nun an den Geschäftsführenden Ausschüssen, gemeinsam mit Nicole Stockhoff die Position zu verfeinern, zu kommunizieren und deren Ernstnahme zu ermöglichen.

In den Berichten von Generalvikar Klaus Winterkamp und Personaldezernent Karl Render ging es um die angelaufene Erarbeitung einer gemeinsamen Ausbildungslinie für Priester, Pastoralreferent*innen und Diakone, die Möglichkeiten und Nicht-Möglichkeiten standardisierter und verpflichtender Personalgespräche in der Pastoral sowie die Einführung von Multiprofessionellen Teams in den Pfarreien.

(jch)

Arbeitsbericht aus dem Geschäftsführenden Ausschuss

Gemeinsam mit den anderen GAs werden Mitte Mai die Ergebnisse der letzten gemeinsamen Sitzung Mitte Mai reflektiert und anschließend mit Bischof Genn besprochen. Wir möchten die Themen gegenüber der Bistumsleitung aktuell halten und mit dem Bischof gemeinsam den Fokus für die nächste gemeinsame Sitzung setzen, die derzeit noch für Ende August / Anfang September geplant ist.

Mit Christoph Schulte, Ausbildungsreferent im IDP, und Marius Stelzer, Referent für Personalentwicklung in der HA 500, gab es einen lebendigen Austausch über unsere Berufs(rollen)entwicklung. Der GA greift damit die Linie der letzten Ratssitzung im Oktober 2019 auf. Ein Spot auf das Gespräch lautet: „Alles hängt mit allem zusammen.“ Das Interesse am bleibenden Austausch ist da, wobei noch festzulegen ist, an welcher Stelle die Beratungen konkret werden sollten. Die nächste Ratssitzung im November ist als Ort dafür vorgemerkt.