Vorbereitung der nächsten Sitzung – Bischof bringt seine Themen ein

Neben den gemeinsamen Sitzungen mit den anderen Räten und der Bistumsleitung braucht es auch solitäre Treffen des Rates der Pastoralreferent*innen mit dem Bischof, um spezifische und eigene Themen zu betrachten. Ein solches Treffen steht Anfang Dezember an.

Bischof Felix Genn ist auf den Geschäftsführenden Ausschuss zugegangen, um die Sitzung gemeinsam in den Blick zu nehmen. Der GA freut sich, dass der Bischof das Instrument des Rates aktiv für seine Leitungsaufgabe nutzt. Am Ende des Treffens stand die Tagesordnung, die zwei Anliegen des Bischofs in den Mittelpunkt nimmt:

Zum einen die Frage nach der Ausgestaltung der Beruf(ungs)pastoral für unsere Berufsgruppe. Bischof Genn wird aufgrund der verunglückten Kommunikation rund um die Schließung der Diözesanstelle „Berufe der Kirche“ den Stand der Dinge vortragen und seine Sicht auf das Thema darlegen – Maßnahmen und Positionen, die aus Sicht des GAs gute Chancen für uns bereithalten. Diese sollen im Gespräch ausgelotet werden.

Zum anderen möchte der Bischof anlässlich der MHG-Studie ins Gespräch kommen – weniger über die Vergangenheit, mehr über die Zukunft. In der Vorbereitung sagte er: „Ich möchte hören, was Sie mir raten, zu tun.“

Wir werden wie gewohnt an dieser Stelle über die Sitzung berichten.

Geschäftsführende Ausschüsse der Räte blicken zurück und nach vorne

Die Geschäftsführenden Ausschüsse (GA) von Priesterrat, Diakonenrat und Rat der Pastoralreferent*innen dienen der Kontinuität in der Arbeit, sind Anlaufstelle und Impulsgeber. Schon seit Jahren gibt es auch gemeinsame Treffen – vielleicht hat die inzwischen erstarkte Zusammenarbeit der drei Räte darin seinen Anfang.

Mitte Oktober traf man sich, um die gemeinsame Sitzung am 3./4. September auszuwerten und davon ausgehend nach vorne – vor allem auf die kommende gemeinsame Sitzung im Februar 2019 – zu schauen.

Die Atmosphäre der Tage auf dem Klausenhof wurde als ausgezeichnet, die Gestaltung der Arbeitszeiten als gelungen bewertet. Als Resümee kann gelten: Die pastoralen Berufsgruppen haben einander im Blick und sehen eine gemeinsame Mitverantwortung für die Zukunft der Kirche im Bistum Münster.

Gleichwohl gilt es auf dieser Grundlage voran zu schreiten. Die Schlagwörter „Mißbrauch“ und „Klerikalismus“ wirken heftig hinein in das Tagesgeschäft und Selbstbild der pastoralen Berufe. Hinter denen im sogenannten Kulturwandel aufgerufenen Themen Leitung, Rolle und Macht geht es letztlich um systemrelevante Selbstbeschreibungen, die – vielleicht auch manchmal mutig – in den Blick zu nehmen sind.

Die nächste gemeinsame Sitzung wird nach Vorstellung der GAs ein Diskussionsort untereinander und mit der Bistumsleitung dafür sein.

Gemeinsame Klausur der Räte 3./4. September

Dinge, die einen gemeinsam betreffen, sollte man auch gemeinsam angehen. In diesem Sinne sind der Priesterrat, der Diakonenrat und der Rat der Pastoralreferent*innen seit einigen Jahren zunehmend gemeinsam unterwegs. In den Räten kommen gewählte Vertreterinnen und Vertreter der pastoralen Dienste zusammen. Die Grundhaltung bei den Treffen ist, dass die Gemeinsamkeiten groß und die Unterschiede eine Chance sind.

Den Klausurtag Anfang September muss man in einen Gesamtzusammenhang stellen: Kirche verändert sich, Kirche soll sich auch weiter verändern. Das bleibt nicht ohne Wirkung auf das Berufungs- und Berufsverständnis von Priestern, Diakonen und Pastoralreferent*innen, auf die Zusammenarbeit untereinander und mit weiteren Akteuren, auf die daraus folgenden Erfordernisse von Aus- und Fortbildung sowie die Personalentwicklung. Der „Kulturwandel“ ist auch hier wahrnehmbar.

Jede Gruppe aus dem pastoralen Dienst brachte Impulse in die Klausur mit ein, zu denen dann gemeinsam gearbeitet wurde: Die Diakone fragten nach ihrem Beitrag in der zukünftigen Gestalt der Kirche. Die Pastoralreferent*innen schärften den Blick auf die heutigen Funktionen des pastoralen Dienstes inner- wie außerkirchlich. Die Priester betonten den Wunsch, nicht losgelöst von den anderen Leben und Glauben miteinander zu teilen.

Ziel der Klausur war nicht, konkrete Folgerungen abzuleiten, sondern in eine Nachdenklichkeit zu kommen, aus der dann besser Unterschieden werden kann, worum es weiter gehen muss. Dafür wird Raum sein, denn für das kommende Jahr wurden gleich zwei anderthalbtätige Treffen vereinbart. So entsteht auch Zeit für die informelle Begegnung und das gemeinsame Gebet als nicht minder wichtige Elemente des gemeinsamen Weges.

Bischof Felix Genn und Teile der Bistumsleitung waren mit auf der Klausur. Der Bischof zeigte sich dankbar für die gemeinsame Diskussion und den Wunsch der Räte, den Weg der Kirche im Bistum Münster mitzugestalten.

An einer getroffenen Absprache wird die Ausrichtung und die Stimmung der pastoralen Dienstgruppen untereinander gut ablesbar: Die Priester verzichten auf zwei Plätze im Diözesanrat und bitten diesen darum, jeweils einen Platz den anderen Räten anzubieten. Durch einen solchen Schritt – der nichts mit Proporz und Machtverteilung aber viel mit gemeinsam wahrgenommener Verantwortung zu tun hat – wird deutlich, dass man Kulturwandel nicht machen, aber wahrnehmen und ihn unterstützen kann. Solcherart beeindruckt darf man nach der Klausur durchaus sein.

Studientag des Rates der Pastoralreferent*innen

Der Rat der Pastoralreferent*innen hat den Auftrag, die Entwicklung der Berufsgruppe mitzugestalten. Dies tut er in der Zusammenschau von dienstrechtlichen und berufspolitischen Kontexten sowie den Interessen des Dienstgebers, was ja auch die Zusammensetzung des Rates verdeutlicht.

Der im letzten Herbst neu gewählte Rat hat sich diese Aufgabe besonders deutlich auf die Agenda gesetzt. Denn das inzwischen geflügelte Wort vom Kulturwandel mit seinen bisherigen Ausformungen durch Markenbildung, Prioritätensetzung und gemeindlichen Leitungsmodellen ist Ausdruck einer Entwicklungsbewegung in unserem Bistum, die auch unsere Berufsgruppe betrifft – als Angesprochene, als Betroffene, als Umsetzer, als Ideengeber.

Um in Sachen Profilentwicklung miteinander in Bewegung zu kommen, galt es, einen Überblick darüber zu erhalten, was aus verschiedener Richtung gerade über den Beruf der Pastoralreferent*in gedacht wird. Dazu fand am 20. August ein Studientag statt, bei dem sich die Mitglieder des Rates – inklusive der IDP-Leitung und der Personalreferentin – in großer Zahl trafen.

Unter der Moderation von Regina Laudage-Kleeberg kamen wir in eine gute Nachdenklichkeit, die, neben der Lektüre von Berufsentwicklungsimpulsen z.B. vom kirchlichen Organisationsentwickler Valentin Dessoy, insbesondere durch den Impuls von und den Austausch mit Holger Bramsiepe (GenerationDesign, Wuppertal) gestärkt wurde.

Er stellte die Zukunft der Gesellschaft, in die hinein wir als Kirche im Bistum Münster gesandt sind, als Idee dessen, was wir heute denken und tun – also als gestaltbare Wirklichkeit – vor und nannte verschiedene beobachtbare Trends, z.B. Urbanisierung, Connectivity, Sicherheit oder New Work. Bramsiepe illustrierte dies an schon erkennbar in der Wandlung befindlichen Formen des Zusammenlebens und der Arbeitswelt. Dadurch wurde deutlich, dass wir als Berufsgruppe hinsichtlich dessen was wir tun (Inhalt und Auftrag des Dienstes, auch im Gespräch mit dem Dienstgeber) und wie wir es tun (Fähigkeiten für die Arbeit, man denke hier auch an Erfordernisse an die Aus- und Fortbildung) nach vorne denken sollten. Unsere Alltagserfahrung erhielt hier wertvollen Unterbau.

Inhaltliche Vereinbarungen gab es ganz bewusst nicht, dafür stehen wir noch zu sehr am Anfang. Aber wir nehmen Gedanken mit in den Austausch auf der gemeinsamen Klausur der Räte Anfang September. Dort ist auch unser Bischof Felix Genn dabei. Danach gilt es den Stand der Dinge zu sichten: Was werden wir mit allen pastoralen Dienstgruppen gemeinsam weiterbearbeiten und voranbringen? Wo möchte der Bischof Schwerpunkte setzen? Was möchten wir in breiterer Weise mit den Kolleg*innen der Berufsgruppe besprechen?

Es wird sich lohnen, sich von Zeit zu Zeit über den Fortgang zu informieren und Einladungen zum Gespräch, z.B. auf der Kreis- bzw. Stadtdekanatsebene wahrzunehmen. Die Profilentwicklung unseres Berufs geht ja nun wirklich jede und jeden an. Bei Rückfragen, Hinweise und Ideen sind die Mitglieder des Geschäftsführenden Ausschusses gerne auskunftsfähig und ansprechbar.

/jch

Sommerpause? Keineswegs!

Es ist ein gutes Zeichen, wenn es nicht heißt: „Ach, darum können wir uns dann im Herbst kümmern“, sondern mit Weitsicht ruhig und engagiert weiter an den Themen gearbeitet wird. Die Themen? Das Thema! Das Thema, das viele in unserer Berufsgruppe umtreibt und das der Rat sich folgerichtig als Schwerpunktthema gesetzt hat: Die Rollenveränderung des pastoralen Dienstes in der zukünftigen Gestalt von Kirche.

An verschiedenen Stellen bahnt es sich ja an, da muss man nur auf Kirchenbild-Plakate und die Verortung von Hauptberuflichen darin schauen, sich die Gedanken des bischöflichen Rats zur hauptberuflichen Begleitung von Gemeinden durchlesen und die Gehversuche mit geteilter Leitung in den Pfarreien vor Augen halten. Und wer in die Geschichte unserer Berufsgruppe schaut weiß: Es ist gar kein neues Thema, aber ein Thema, das in unserer Zeit offener diskutiert werden kann. Wer dann noch in die Breite der faktischen Einsatzfelder schaut, entdeckt, dass Kolleginnen und Kollegen an mancher Stelle schon lange in einer Berufswirklichkeit unterwegs sind, die wir bisher als „besonders“ oder „außerordentlich“ benannt haben. Wir können also sogar bei uns selber lernen.

Der Rat der Pastoralreferent*innen wird bei einem internen Studientag am 20. August tiefer in das Thema einsteigen. Wertvoll und zukünftig sicher wirkungsvoll ist dabei der gute Kontakt zum Dienstgeber: Maria Bubenitschek als Personalreferentin in der Hauptabteilung Seelsorge-Personal gestaltet den Tag mit. Und mit Christel Plenter und dem IDP-Team gab es einen ersten Gedankenaustausch dazu. Bei der gemeinsamen Klausur der Räte – also gemeinsam mit den Priestern und Diakonen – am 3./4. September bringen wir die jeweiligen Gedanken der Berufsgruppen zusammen und kommen auch mit unserem Bischof darüber ins Gespräch. Beides – Studientag und Räteklausur – wird konkretisieren helfen, den Prospekt für die weiter zu vertiefenden, anzugehenden, umzugestaltenden Dinge zu füllen.

Es ist gut, dass es diesen Weg gibt und es ist gut, dass es ein gemeinsamer Weg ist. Im Kontext des ausgerufenen Schlagworts vom „Kulturwandel“ ist es ein konkreter Beitrag, nicht nur über Wandel zu reden, sondern ihn auch zu gestalten. Denn wir im pastoralen Dienst sind Kulturträger.

Vorbereitung des Studientages

Der Rat der Pastoralreferent*innen im Bistum Münster trifft sich am Montag, 20. August zu einem internen Studientag. Die Vorbereitungsgruppe hat sich nun erstmals getroffen und eine erste Skizze des Tages erstellt.

Inhaltlich wird es um diese Linien gehen: Wie begegnen wir der Veränderung der Berufsrolle / beruflichen Identität von Pastoralreferent*innen auf dem Zukunftsweg der Kirche im Bistum Münster? Auch die Veränderung durch Großpfarreien und „Mega-Teams“ sind noch nicht eingeholt, zudem begegnet die junge Generation älteren Berufsbildern. Die fortan geförderte Partizipation an Leitung durch freiwillig Engagierte in den Pfarreien verändert ebenfalls etwas – aber was eigentlich?

Über all das gilt es zu reflektieren, sich Impulse zu holen und gemeinsam mit dem Dienstgeber (der großes Interessse an diesem Tag hat und sich aktiv einbringt) nach vorne zu schauen: Was heißt das für Berufsbeschreibungen, für Ausbildung, für Personalentwicklung?

Wir werden berichten, freuen uns aber auch über Nachfragen.

Sitzung des Geschäftsführenden Ausschusses

Der Geschäftsführende Ausschuss traf sich heute zur Arbeitssitzung in Hörstel. Hier die berichtenswerten Ergebnisse:

  • Die gemeinsame Sitzung der Räte am 17. April wurde als grundständig gelungen bewertet. Aber da die Zusammenarbeit der Räte grundständig außer Frage steht, sollte über wirkungsvollere Formate der Zusammenarbeit nachgedacht werden als ein 3-Stunden-Treffen.
  • Die gemeinsame Klausurtagung der Räte ist für den 3. und 4. September terminiert und wird gemeinsam mit den anderen GA’s vorbereitet.
  • Für den Rat der Pastoralreferentinnen und -referenten wird es am 20. August einen Studientag geben, der vertiefend über Rollenveränderungen und -anforderungen der Berufsgruppe aufgrund der Entwicklungsprozesse des Bistums reflektieren wird. Personaleinsatz- und Ausbildungsleitungen haben ihr Interesse an den Erkenntnissen dieses Treffens deutlich bekundet und möchten nach Möglichkeit auch teilnehmen.

Gemeinsame Sitzung der Räte

Heute trafen sich die drei berufsständischen Räte – Priester, Diakone, Pastoralreferent*innen – zu einer gemeinsamen Sitzung im Gertrudenstift in Rheine-Bentlage.

Im Mittelpunkt standen eine Einordnung der drei angestoßenen Bistumsprozesse (Prioritäten, Leitung, Marke) und eine Reflektion der Auswirkungen auf die jeweilige Berufsgruppe.

Es gab viel zu Hören, relevantes für die Einordnung, manches zum Merken – und das in guter, kollegialer Atmosphäre.

Nach der 1. Sitzung

Der Rat kam am 15. Februar zu seiner ersten Arbeitssitzung zusammen. Bischof Dr. Felix Genn nahm nicht an der Sitzung teil.

Die Kolleginnen und Kollegen nutzen die gemeinsamen Stunden zum vertiefen Kennenlernen. Anschließend wurde in zweierlei Hinsicht gemeinsam überlegt:

  1. Bei welchen Themen, die uns vor Ort begegnen, möchten wir dem Bischof Beratung anbieten? Wo sehen wir dies in gemeinsamer Verantwortung mit den anderen Räten? Wozu sollte er uns hören?
  2. Wie möchten wir die laufenden Prozesse rund um den Rat, die Berufsgruppenvertretung und die Berufsentwicklung kommunikativ und partizipativ gestalten?

Die Atmosphäre und die Gesprächskultur waren gut – ein gelungener Start.

Nach Vorlage des Protokolls lassen wir euch näher an den Inhalten teilhaben.

Die nächste Sitzung findet nun schon gemeinsam mit den anderen Räten – Priesterrat und Diakonenrat – unter Vorsitz von Bischof Felix im April statt.

Der Start in die Legislaturperiode

Der Geschäftsführende Ausschuss hat mit gutem Schwung seine Arbeit aufgenommen, die Aufgaben sorgfältig verteilt, erste Themen herausgefiltert und die Tagesordnung für die Sitzung erstellt.

Bischof Felix Genn hat sich dazu entschieden, die für den 15. Februar anberaumte Sitzung des Rates zu verschieben, da er zu den wichtigen Themen „Modelle geteilter Verantwortung in Pfarreien und Gemeinden“, „Markenentwicklungsprozess“, „IT-Integration der Kirchengemeinden / zentrale Ausstattung der pastoralen Berufsgruppe“ in der gemeinsamen Sitzung der Räte am 17. April alle Berufsgruppen gemeinsam informieren möchte.

Daher wollen wir am 15. Februar in einer internen Sitzung des Rates die Zeit zum vertiefenden Kennenlernen und zum Aufnehmen der gemeinsamen Arbeit nutzen.